Position zur Bundestagswahl 2017

[#3] Chancen der Fernwärme nutzen. Eine Diskriminierung der Fernwärme im Gebäudeenergiegesetz verhindern.

Bundestag und Bundesregierung sind aufgefordert eine deutliche Benachteiligung der über 3.000 Fernwärmenetze in den deutschen Städten und Kommunen im Sinne des Klimaschutzes zu verhindern!

Der notwendige und politisch gewünschte  Ausbau der Fernwärme wäre durch überzogene Anforderungen an den Primärenergiefaktor in vielen Wärmenetzen gestoppt.

Die positiven Effekte der bereits an die Fernwärme angeschlossenen Bestandsgebäude müssen in Zukunft beim Anschluss neuer Gebäude und bei Sanierungen angerechnet werden können.

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KWK/Wärmenetze sind aktuell in Städten das deutlich dominierende Instrument für klimaneutrale und erneuerbare Wärme. Die Objektversorgung aus erneuerbaren Energien reicht hier angesichts des relativ hohen Wärmebedarfs in der städtischen Bebauung nicht heran.

Ein modernes KWK-Wärmenetz-System ist eine wachsende Infrastruktur, an die Bestandsgebäude angeschlossen sind und stetig neue Gebäude angeschlossen werden. Dabei erhalten alle angeschlossenen Gebäude das gleiche „Produkt“ von hoher energetischer Qualität. Veränderungen in der Wärmeerzeugung und Bereitstellung, beispielsweise durch steigende Anteile erneuerbarer Energien, kommen nicht nur dem Neubau zugute, sondern immer auch dem gesamten angeschlossenen Gebäudebestand. Jedoch geht die Diversifizierung der Erzeugung und die Einbindung von erneuerbaren Energien zumeist mit steigenden Kosten und abnehmender Konkurrenzfähigkeit am Wärmemarkt einher. Die bisherige Übererfüllung der Effizienzanforderungen durch die Versorgung von Neu- und Bestandsbauten mit aus erneuerbaren Energien erzeugter Wärme wird bislang an keiner Stelle wirtschaftlich honoriert.

Die positiven Effekte der bereits an die Fernwärme angeschlossenen Bestandsgebäude müssen in Zukunft beim Anschluss neuer Gebäude und bei Sanierungen angerechnet werden können.