Position zur Bundestagswahl 2017

[#4] Flexible und verbrauchsnahe KWK-Anlagen sind ein notwendiger Bestandteil für eine sichere und kostengünstige Stromversorgung.

Bundestag und Bundesregierung bleiben aufgefordert, dieses bei der weiteren Anpassung des Netzentgeltsystems zu berücksichtigen. Die nachhaltige Vermeidung der Netznutzung und der netz- und systemdienliche Einsatz der KWK-Anlagen muss auch über 2021 hinaus honoriert werden.

Lesen Sie weiter ...

Für KWK-Anlagen sind vermiedene Netzentgelte auch zukünftig gerechtfertigt. Im Unterschied zu den volatilen Stromerzeugern, vermeidet die KWK tatsächlich die Netznutzung und spart am Netzausbau. Lastnähe, Steuerbarkeit und Flexibilität sind notwendige Systemdienstleistungen der KWK und damit ein unverzichtbares Element eines modernen, wettbewerblichen Strommarktdesigns. Diese Systemdienstleistungen müssen auch weiterhin sachgerecht honoriert und angereizt werden. Zumal der Entfall dieser netz- und systemdienlichen Erzeugungskapazität in den Last- und Verbrauchszentren zwangsläufig zu weiterem Netzausbaubedarf führen würde. Dieses wäre nicht nur eine volkswirtschaftliche Fehlallokation, sondern auch nur mit einem hohen finanziellen Aufwand möglich.

Die vermiedenen Netzentgelte sind daher grundsätzlich für alle KWK-Anlagen zu erhalten. Dies wäre auch konsistent mit dem europäisch und national gewollten Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, bzw. dem kürzlich verabschiedeten KWK-Gesetz.

Die nachhaltige Vermeidung der Netznutzung und der netz- und systemdienliche Einsatz der KWK-Anlagen muss daher auch über 2021 hinaus honoriert werden.