Position zur Bundestagswahl 2017

[#5] Eine Beschleunigung der Wärmewende erfordert einen übergreifenden, selbststeuernden Ansatz.

Bundestag und Bundesregierung sollen sich für eine Ausweitung des Emissionshandels auf den Wärmemarkt einsetzen. Die Einnahmen sollten dabei vollständig zur sozial- und wirtschaftsverträglichen Gegenkompensation an Haushalte und Unternehmen genutzt werden.

Lesen Sie weiter ...

Um die Wärmewende voranzubringen, ist es erforderlich, dass Energieeffizienz und Klimaschutz über den gesamten Gebäudesektor hinweg ausschlaggebende Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg von Heizungssystemen werden. Dabei sollte auf marktkonforme und preissteuernde Instrumente gesetzt werden, denn sie gewährleisten Kosteneffizienz und entsprechen dem Verursachungsprinzip. Hier sind mehrere Ansätze denkbar, die mit einer Einführung des Emissionshandels im Wärmemarkt einhergehen könnten: beispielsweise die Einführung von CO2-Zertifikaten, CO2-Steuer oder ein Bonus-Malus-System.

Allerdings muss dabei eine Doppelbelastung der Fernwärme, die als einziges Heizungssystem schon heute im Emissionshandel vertreten ist, ausgeschlossen werden. Investitionen in Energieeffizienz könnten dadurch ausgelöst werden, dass resultierende Einnahmen als sozialverträgliche Gegenkompensation an Haushalte und Unternehmen zurückfließen.