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[#7] Integrierte Stadtentwicklung nur mit Fernwärme.

Fernwärme schafft Arbeitsplätze im Handwerk, hat die höchste lokale Wertschöpfung in der Energiewende und generiert die höchste Kundenzufriedenheit. Sie berücksichtigt die sozialen Komponenten vor Ort und ist zentraler Bestandteil der digitalen Energiewelt von morgen.

Sie ist daher ein wesentlicher Baustein zur Umsetzung der integrierten Stadtentwicklung in den Bestandsquartieren.

Die nationalen energetischen Programme auf der Quartiersebene sind daher auszubauen.

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Die Klimaschutzziele der Bundesregierung werden in den Städten und Ballungsräumen nur durch eine Kombination von unterschiedlichen Maßnahmen erreicht. Dazu zählen vor allem die energetische Quartiers- und Stadtentwicklung, das umwelt- und klimagerechte Bauen sowie Energieeffizienzsteigerung im Gebäude- und Wärmeerzeugungsbereich.

Die Fernwärme hat sich als Ansatzpunkt für viele dieser Maßnahmen und ausdrücklich im Quartier bewährt. Aus Sicht der Fernwärme ist das Quartier, bzw. die Quartiersversorgung, die Keimzelle für die effiziente und klimaneutrale Versorgung der gesamten Stadt. Darunter fallen größere Fernwärmenetze, aber auch kleinere, die beispielsweise nur von einem Gebäudeeigentümer zu einem anderen gehen. Die Fernwärmenetze werden dabei heute überwiegend mit KWK-Wärme gespeist; in Zukunft allerdings auch mit weiteren Nutzungsformen, beispielsweise Power-to-Heat, Solarthermie, industrielle Abwärme, Power-to-Gas und Biogas, auch wenn die jeweilige Strom- bzw. Gaserzeugung außerhalb des Quartiers stattfindet. Fernwärme berücksichtigt damit nicht nur die sozialen Aspekte vor Ort, sondern ist zugleich zentraler Bestandteil einer klimaneutralen und digitalen Energiewelt von morgen.

So wird die Fernwärme auch zu einem Schlüssel zur Umsetzung der integrierten Stadtentwicklung in den Bestandsquartieren. Zugleich wirken Investitionen in die kommunale Wärmeinfrastruktur positiv auf den Wirtschaftsstandort. Denn Investitionen und Instandhaltungskosten fließen vornehmlich an örtliche, mittelständische Betriebe. Im Ergebnis sind die nationalen energetischen Programme auf der Quartiersebene daher auszubauen.